el altar, sangay Parque National Sangay, Ecuador
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Natur - Lebensräume

Lebensräume im Nationalpark Sangay

Im Nationalpark Sangay gibt es eine grosse Vielfalt an verschiedenen Klima- und Vegetationsstufen (=Höhenstufen).
Grob wird der Park in eine Hoch- und eine Tieflandzone eingeteilt. Diese werden unter dem Punkt "Zwei Hauptzonen" näher beschrieben.
Eine genauere Klassifizierung folgt unter dem Punkt "Vegetationszonen". Nach der Klassifizierung von Cañadas wurden im Nationalpark auch aufgrund von Höhe und Wetter mehrere solche Vegetationsstufen identifiziert.

Höhenstufen in den Anden (Klima- und Vegetationsstufen am Berg)


Höhenstufen Sangay Nationalpark

Tierra nevada

Als Tierra nevada werden schneebedeckte Zonen bezeichnet. Diese Höhenstufe liegt auf über 4800m ü.M. und ist meist mit immerwährenden Gletscher bedeckt.

Tierra helada

Tierra helada ist die Höhenstufe unter der Tierra nevada und bezeichnet die Paramogebiete im Hochland. Typisch ist in dieser Stufe das Vorkommen von Moosen, Flechten, Polstervegetation und anderen kälteresistenten und auch an sporadische Schneefälle angepassten Pflanzen.

Tierra fría

Die Tierra fría ist die Stufe zwischen Paramoökosystemen und der Tierra helada. Die Paramo-Gräser kommen auf beiden Anden-Gebirgsstreifen vor.
Intensive Kälte, starke Winde, jähe Temperaturveränderungen, unterschiedliche Feuchtigkeit und Regen sind klimatische Charakteristika dieser Zone.
Im Norden Ecuadors liegt diese Zone zwischen 3300 und 4000m ü. M., während sie im Südenzwischen 2700 und 3000m ü.M. liegt.
Die Vegetation des Paramoökosystems besteht hauptsächlich aus vielen verschiedenen Grasarten, frei von Bäumen und Sträuchern. Auf über 4000m ü.M. werden die Grasarten durch einfachere Pflanzen wie xerophytische Moose und Hochlandflechten ersetzt.
Die klimatischen Bedingungen variieren in den Parmaos des Nordens und des Südens. Im Norden ist es feuchter und regnerischer, im Süden ist es spürbar trockener.

Tierra templada

Diese hauptsächlich von Wäldern bedeckte Stufe befindet sich zwischen 900 und 2000m ü.M. Sie wird durch eine üppige, an viel Feuchtigkeit gewöhnte Vegetation charakterisiert, die im Stufenbau vorkommt. Hier wachsen zum Beispiel auch Taguas (Samen in der Schnitzerei von Bedeutung) und Zuckerrohr. Häufig sind auch Epiphyten, die sich auf Bäumen breitmachen.

Tierra caliente y húmeda

Stufe zwischen 0 und 900m ü.M. Auf der östlichen Seite der Cordillera oriental (östlicher Gebirgsstrang der Anden) befindet sich die "Hylea Amazónica" (sehr hochgewachsener Wald), und im Westen der Cordillera occidental (westlicher Gebirgsstrang der Anden) "La Selva de Mataje y San Lorenzo" (Wald von Mataje und San Lorenzo).
Charakteristisch für diese Zone sind Wälder, in denen sich der jährliche Niederschlag auf ca. 2000 bis 4000 mm, die relative Feuchte auf 96-100% und die durchschnittliche Temperaturen auf zwischen 22 und 25°C belaufen.
In diesen Regenwäldern ist die Artendiversität enorm.
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