el altar, sangay Parque National Sangay, Ecuador
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Attraktionen im Park - Sektor Rio Negro

Attraktion Nationalpark Sangay

Das 1950 gegründete Dorf Rio Negro liegt im Norden des Nationalparkes, zwischen Baños und Mera, auf dem Weg von Riobamba nach Macas. Es ist ein kleines Dörfchen von etwa 1300 Einwohnern.
Der Sektor gehört zwar noch zu der Hochlandzone des Nationalparkes, das Dörfchen jedoch ist schon von subtropischer Vegetation umgeben und auch die Temperaturen sind spürbar höher.
Auf der südlichen Seite des Flusses Pastaze, der das Dorf durchquert, gibt es ein Parkhaus des Umweltministeriums.

Fluss Pastaze in Rio Negro Subtropische Vegetation

Die Touristen, die in diesen Sektor kommen, haben jedoch meist andere Ziele als ein Besuch des Nationalparks. Sie durchqueren Rio Negro meist mit dem Fahrrad, um von Baños nach Puyo zu gelangen. Nicht dass der Nationalpark zu wenig attraktiv wäre. Der Grund ist, dass der Zugang wegen der dichten Vegetation von Rio Negro her sehr schwierig ist und viel Zeit beansprucht. Eine Wanderung dauert mindestens eine Woche. Auch gibt es ausser subtropischem Wald in diesem Sektor des Parkes fast keine anderen Attraktivitäten.
Interessant ist es trotzdem, auf dem steinigen Weg Richtung Nationalpark zu wandern. Bis zu dem Aussichtspunkt, von wo man die Cordilleren des Parkes betrachten kann, dauert es etwa 1.5 Stunden.

Aussichtspunkt auf die Cordilleren des Nationalparks


Man befindet sich dort fast auf der gleichen Höhe, wie sich das Gebiet des Nationalparkes befindet, die Vegetation ist hier deshalb praktisch dieselbe.
Das Klima auf dieser Höhe ist deutlich kühler, aber noch sehr angenehm.
Auffällig sind die vereinzelt aus der restlichen Vegetation herausragenden Palmen. Sie werden Palmas Reales genannt und sind nur in diesem und im Sektor Abanico zu finden.
Weiter kommen hier auch Orchideen, Bromelien, Zimtbäume, u.a. vor.

Bromeliacea Las Palmas Reales

In diesem Sektor gibt es auch viel an Fauna zu beobachten. Hier leben eine riesige Vielfalt an Vögel, darunter viele Kolibriarten. Aber auch Schlangen, Tapire, Brillenbäre, Affen, Wildschweine und viele farbige Schmetterlinge sind hier wohnhaft.

Vögel

Andere Sehenswürdigkeiten

Rio Negro ist eher ein Durchgangsort für Touristen. Praktisch niemand, ausser jemand wissenschaftlich Interessiertes, besucht von hier aus den Nationalpark.
Um jedoch botanische oder zoologische Studien im Nationalpark durchzuführen, ist der Sektor Rio Negro ein idealer Ort, denn die Natur in diesem Teil des Parkes ist vom Menschen praktisch noch unberührt. Bisher wurden nur einige botanische Studien von einem Professor der Universität in Quito durchgeführt.

Trotzdem verweilen manchmal Touristen einige Tage in Rio Negro. Denn hier bietet sich die Gelegenheit, in Flüssen zu schwimmen.
Auch finden sich hier Leute, die der Religion Hare Krishna angehören. Etwas abseits, mitten in der subtropischen Vegetation haben sich diese Menschen eine Lodge gebaut.

Lodge der Hare Krishnas El Agoyan

Vorallem die Reise nach Rio Negro ist spannend. Auf einer schmalen und holprigen Landstrasse rumpelt man mit einem grossen Bus, der mit Menschen überfüllt ist von Baños nach Rio Negro.
Dabei kommt man in Rio Verde vorbei, wo sich die bekannten Wasserfälle befinden. Von der Strasse ist auch ein Wasserfall des Flusses Pastaze zu sehen, der El Agoyan genannt wird.

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