el altar, sangay Parque National Sangay, Ecuador
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Attraktionen im Park - Sektor Atillo - Dorfgemeinschaften

Atillo

In Atillo leben 110 Familien, was ca. 600 Personen sind. Die meisten sind Indigenas, aber auch Mestizen sind hier heimisch. 90% der Bevölkerung sind Viehbauern, die restlichen betätigen sich in der Agrikultur. Angebaut werden Kartoffeln, Havas, Mellocos, Ocas, Cebada und Pastos.

Typische Häuser von Atillo

Fast alle Einwohner leben in Häusern aus Stroh. Einige auch in Blech- oder Betonhütten. Als Fortbewegungsmittel dienen ihnen Pferde, die fast ausschliesslich von Männern geritten werden. Frauen treiben die Schafherden und arbeiten auf dem Feld oder im Haus.


San Vicente de Playas

Die Wanderung zum Dorf San Vicente dauert vom Ende der Landstrasse Guamote-Macas weg etwas mehr als eine Stunde.

In San Vicente wohnen etwa 17 Familien. Dies sind ungefähr 90 Einwohner. Aus den Berichten einer Studie weiss man, dass es fast gleich viele Männer wie Frauen sind.

43.6% der Gesamtbevölkerung ist in der Landwirtschaft tätig.
Frauen üben Feldarbeiten aus oder hüten das Vieh. Der grösste Teil von ihnen (55.5%) arbeitet im Haushalt. Nur wenige (3.4%) arbeiten als Angestellte und Sekretärinnen.
Unter den Männern sind fast alle mit Feldarbeiten beschäftigt, wenige arbeiten als Angestellte und nur einige (3.6%) arbeiten nicht.

Wegverbindungen

Anfangs Jahrhundert gab es praktisch noch keinen Handelsaustausch zwischen San Vicente und Riobamba oder Macas. Der erste Weg nach Macas wurde entlang des linken Ufers des Flusses Upano gebaut. Auf diesem erreichte man die Stadt etwa innerhalb einer Woche. In den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde dann von der Regierung ein neuer Weg erstellt. Dieser führt noch heute am rechten Ufer des Upanos entlang.
Der Bau dieses Weges führte zu einer Völkerwanderung der weiter in den Bergen liegenden Dörfer nach San Vicente de Playas, denn Macas war nun von hier schneller zu erreichen. Viele Menschen siedelten sich auch in Macas noch näher gelegenen Dörfern wie San Isidro oder Jimbitono an. Dadurch wurde viel Land und Vegetation solcher Gebiete zerstört, die heute dem Nationalpark angehören.

Das Leben in San Vicente de Playas

In San Vicente ist der Anbau von Feldfrüchten sehr schwierig, denn die Felder liegen in einem steilen Gefälle. Die Bauern praktizieren die Landwirtschaft auf eine noch sehr traditionelle Art und Weise. Es werden beispielsweise keine chemischen Hilfsstoffe eingesetzt. Den Bauern fehlen notwendige technische Hilfsmittel, aber auch das Wissen für einen effizienteren Anbau.
Ernteverluste werden hauptsächlich durch wilde Tiere wie Bären, Guatusas und Loros verursacht, die sich auf deren Felder wagen.
Angebaut wird eine grosse Vielfalt von Produkten, deren Menge aber nur für den Eigenbedarf ausreicht, nicht aber für einen ökonomischen Handel.
Wasser hat das Dorf genügend, jedoch liegt es einen halbstündigen Fussmarsch vom Dorf entfernt. Deshalb wurde eine Wasserleitung zum Dorf gebaut, das darin fliessende Wasser wird aber nicht behandelt.
In den Zeiten, während denen der Upano Hochwasser führt, ernährt sich die Bevölkerung auch von der Fischerei.
Auf Jagd gehen sie nicht, nur die Tier, die ihnen die Ernte stehlen werden getötet.
Den Wald holzen die Anwohner nur bei Bedarf ab, nicht um etwa das Holz zu verkaufen.
Die Regenzeit fällt nach Angaben der Bevölkerung auf die Monate Juli bis September. Die trockneren Monate sind zwischen Oktober und Januar.
Die Organisationsbasis dieser Bevölkerung wird durch die Junta Parroquial gebildet, welche von einem Präsident und einem Sekretariat geführt wird. Diese realisiert gemeinsame Aktivitäten des Dorfes mit anderen Institutionen.
Der Zusammenhalt der einzelnen Personen im Dorf ist nicht sehr ausgeprägt. Jeder schaut für sich und kennt nur die ihm nützlichen Personen. Der Mangel an Aufmerksamkeit, die Isolierung und das Fehlen von Ausbildung erklärt wahrscheinlich auch das schnelle temporäre Wachstum der Bevölkerung, die frühen Heiraten und die hohe Anzahl an Kindern in jeder Familie.
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