| Der Sektor Alao grenzt direkt an den Nationalpark
an und ist Ausgangsort für Besuche in die Sektoren El Placer
und Sangay, welche sich im Park befinden. Diese beiden Sektoren
bieten sowohl Erholungsmöglichkeiten als auch Gelegenheiten
zur Herausforderung von physischen Kräften.
Beide Sektoren sind vom Indigena-Dorf Alao aus, welches im Sektor
Alao liegt, gut, aber auch mit vielen Anstrengungen zu erreichen.
Alao
Alao ist ein Indio- Dorf mit etwa 5000 Einwohnern und liegt auf
einer Höhe von 3250m ü.M. südlich von Riobamba.
Indio-Kinder im Dorf Alao

Foto: Marco Cruz
Projekte
In Alao werden diverse Projekte durchgeführt, die auch Unterstützung
von europäischen und anderen Ländern finden.
Zum Beispiel das Alao-Projekt, welches von der Alao-Stiftung finanziert
wird. Von Marco Cevallos, ein Architekt und Bergführer aus Quito
und dem Italiener Paolo Catelan aus Riobamba werden darin zwei wichtige
Ziele verfolgt:
Die Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen und den nachhaltigen
Schutz der Pflanzen und Tiere des Nationalparks, die von Abholzung,
Bodenerosion durch verbotene Landwirtschaft und Wilderei bedroht sind.
Dazu werden mehrere kleinere Projekte durchgeführt.
Eines davon ist das Trägerprojekt, bei dem Männer, ähnlich
den Sherpas in Nepal, traditionell das Expeditionsgepäck für
Forscher und Touristen in den angrenzenden Nationalpark Sangay tragen.
Der Lohn beträgt dabei 8 USD/Tag, was in Ecuador kein schlechter
Lohn ist.
Das Geld für diese Projekte fliesst dabei meistens von aussen.
Beispielsweise hat die schweizer Kinderbuchautorin, Elizabeth Girardier
mit ihren Spendengeldern bereits eine Schule für 450 Kinder errichten
können und eine 7 Kilometer lange Trinkwasserleitung aus dem
Nationalpark.
Bald sollen hoffentlich auch die Indio-Frauen zusätzlich etwas
zu den Erträgen aus der Landwirtschaft verdienen können.
Die Mitarbeiter des Projektes hoffen, dass dies durch das
Weben von Teppichen, dem Stricken von Pullovern aus Lamawolle und
durch die Herstellung anderen Kunsthandwerks verwirklicht werden kann.
Auch vom Umweltministerium werden Projekte durchgeführt: Jede
Woche finden in den Schulen von Alao 2-4 Unterrichtsstunden in Umweltaufklärung
statt. In diesen erklären die Parkhüter den Kindern die
Bedeutung der Natur im Nationalpark und wie wichtig es ist, dass das
Naturkapital auch durch sie geschützt wird.
| Umweltbildung im Dorf Hshullidis |
Srohhäuser
in Alao |
 |
 |
Reise nach Alao
Von Riobamba aus fährt man zuerst auf einer asphaltierten Strasse
Richtung Süden. Nach einer Fahrt von etwa einer Viertelstunde
nimmt man eine Abzweigung nach rechts. Auf dieser Strasse muss wegen
den zahlreichen Löchern vorsichtig gefahren werden. Die Dörfer
die man auf der Fahrt nach Alao passiert sind der Reihenfolge nach:
Licto - Pungalá - Pungalá Pamba - Puninguaico - Mahuaso
- Hshullidis - Alao Llacta Pamba.
Vor Alao Llacta Pamba gibt es noch eine Abzweigung nach rechts. Diese
Strasse führt weiter in den Süden über die Dörfer:
Alao St. Antonio - Melan - Etén - Guargualla.
Um in den Sektor Sangay zu gelangen ist auch das Dorf Guargualla ein
möglicher Ausgangsort.
Mit dem Bus dauert die interessante aber auch etwas haarsträubende
Reise ca. 2-3 Stunden. Man fährt auf einer sehr schmalen, nicht
asphaltierten Strasse, neben der sich gerade ein sehr weit in die
Tiefe führender Abgrund befindet.
| Bus nach Alao |
 |
Die Buse fahren täglich um 12.00.Uhr von Riobamba nach Alao.
Abfahrtsort ist der Parque de Libertad. Von Alao nach Riobamba fahren
von Montag bis Samstag Buse um 4, 5 und 6 Uhr morgens und nachmittags
um 14.00 Uhr. Die Fahrt kostet 1 USD.
Etwa 200m von der Busendstation in Alao entfernt, ist das Nationalparkhaus
des Umweltministeriums. Von den Parkhütern bekommt man hier
Informationen über die Natur und die möglichen Wanderungen
im Nationalpark Sangay. Die Präsenzzeiten sind normalerweise
montags bis freitags morgens von 8.30-12.00 Uhr und nachmittags
von 14.00 bis 16.00 Uhr. Um auf sicher zu gehen, sollte man sich
aber schon im Büro des Umweltministeriums in Riobamba anmelden.
|